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Meine Geschichte
 

 

Manchmal beginnt eine Lebensgeschichte mit einem Ort. Meine beginnt „Achter de Möhl, dem ältesten Wohnteil Flensburgs. Gernau dort wurde ich 1948 geboren – und von dort aus begann mein Weg.

Aufgewachsen bin ich auf der „Westlichen Höhe Flensburgs“ an der Exe dem Jahrmarktsplatz. Straßen, Höfe, Industrieanlagen, Plätze und Jugendheime wurden zu unseren Abenteuerspielplätzen. Wir waren fast immer draußen, waren ständig unterwegs und selten zu Hause. Unsere Schule war die alte Zollschule, die Nikolai-Knabenschule – ein Gebäude, in dem heute Kunst ausgestellt wird. Vielleicht war das schon damals ein leiser Hinweis auf Dinge, die erst viel später in meinem Leben wichtig werden sollten. 

 

Meine Jugend war geprägt von Gemeinschaftsgeist und Neugier. und Zusammenhalt. Mit Freunden war ich bei den Freien Pfadfindern, bei der Jugendfeuerwehr, beim Technischen Hilfswerk und im Polizeisportverein aktiv. Wir wollten die Welt entdecken – oder zumindest das, was sich davon in unserer Nähe finden und mit dem Fahrrad erreichen ließ.

Geld dafür mussten wir uns selbst verdienen. Im Herbst sammelten wir Kartoffeln, morgens vor der Schule trugen wir Brötchen aus, nachmittags verteilten wir Zeitschriften oder lieferten Waren für den Kaufmann an der Ecke aus und sammelten auf dem Bau Pfandflaschen. Für uns war das nichts Außergewöhnliches. Es gehörte einfach dazu – und ermöglichte uns ein kleines Stück Freiheit: ein eigenes Fahrrad, eine Pfadfinderausrüstung und viele Wochenendfahrten mit Freunden.

Ende April zogen wir unsere abgewetzten Lederhosen an und erst Ende Oktober wieder aus. Später kam die erste „echte Lee-Jeans" dazu. Wenn ich heute daran denke, hatten wir wohl schon damals ein kleines bißchen Markenbewusstsein – auch wenn wir das nicht so genannt hätten.

Mein beruflicher Weg begann mit einer Ausbildung zum Karosseriebauer. Danach ging ich freiwillig zur Bundeswehr. Dort konnte ich verschiedene Ausbildungen absolvieren, unter anderem zum Flugzeugmechaniker, zum Kfz-Meister und zum Fahrlehrer. Nach meiner Bundeswehrzeit wurde ich Zahntechniker und arbeitete viele Jahre direkt in einem Praxislabor, bevor ich schließlich in die Dentalindustrie wechselte.

Seit 1966 bin ich verheiratet. Meine Frau Silke und ich haben zwei Kinder – unsere Tochter Inken und unseren Sohn Lasse. Meine Familie war immer und ist bis heute der feste Hafen meines Lebens.

Mein Weg verlief nie nur geradeaus. Mich haben immer viele Dinge interessiert: Reisen in den hohen Norden, die Restauration klassischer Holzyachten, das Schreiben von Geschichten und Gedichten, abstrakte Malerei mit der Rakeltechnik, das Verkupfern von Pflanzen und Gegenständen, gutes Essen  selbst zu kochen und ein guter Wein. Ein heimeliges Zuhause und ein erholsamer Garten, das Fotografieren sowie das Bearbeiten von Bildern und Videos – und natürlich das Segeln. in allen seinen Spielarten. Manchmal ruhig und besonnen, manchmal mit etwas mehr Wind und Abenteuer, und gelegentlich auch absolut kämpferisch auf Regatten.

Es ist meine ständige Neugier auf das Leben, die mich antreibt – und die mich selten zur Ruhe kommen lässt. Meine Freude daran, Neues zu entdecken und immer wieder interessante Dinge auszuprobieren. Wenn heute etwas Neues auftaucht, spüre ich sofort wieder diesen alten Entdeckergeist. Dann denke ich manchmal, ein Tag könnte ruhig 28 Stunden haben.

 

Eines habe ich bei alledem gelernt:
Das Leben bleibt spannend, solange man neugierig bleibt.

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Bernd Eduard Lüders

Das bin ich

bernd -lüders.de

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