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Restaurieren
Freunde behaupten immer wieder :
"Du wolltest doch gar kein eigenes Boot mehr, haben du wolltest doch eigentlich nur etwas zum Schrauben und zum Schleifen."
So ganz Unrecht hatten sie ja nicht. Mich lockte die Idee, ein klassisches , traditioelles Holzboot zu segeln und es so zu überarbeiten, dass es wieder ein Schmuckstückchen darstellt. Nicht nur im Aussehen, sondern auch in der Funktion und der Verlässlichkeit. Wieviel Arbeit das wirklich ist und welch umfangreiches Fachwissen dazu erforderlich ist wusste ich vorher zum Glück nicht. Was abzubauen ging wurde losgeschraubt und in meinen Keller gebracht um es dort zu bearbeiten. Alles andere wurde in einer kalten, staubigen Bootshalle durchgeführt. An Hand der Bilder lässt sich eventuell ein kleiner Eindruck des Umfangs der Arbeiten erkennen. Mit jedem Sandpapierbogen, mit jedem Strich des Abziehmessers, mit jedem lauten Brummen der Schleifmaschinen wurde meine Liebe zu meinem Schiff größer. Ja, es klingt ein wenig unglaublich, doch mit jedem Arbeitsschritt, mit jedem Erfolgserlebnis wuchs der Glaube an das Endprodukt. An eine einmalig schöne, perfekt segelnde Mahagoni-Yacht. Eine echte Herausforderung waren die Metallarbeiten aus V4A-Stahl. Zäh und fast unmöglich mit normalen Werkzeugen zu bearbeiten. Nachdem fast alles fertig war, kam die letzte Hürde, das staubfreie Lackieren aller Holzteile. Ich kann nur sagen, Ehrgeiz und Erfahrung machen klug und man darf keiune Angst haben, etwas nochmals zu schleifen und nochmals zu lackieren.
Das schrecklichste bei diesen Arbeiten sind all die bekloppten Tipps von anderen Seglern. Sie sind sich niemals zuschade auch schlechte Ratschläge weiterzugeben. Ok, sie wussten es nicht besser. Ich weiß es jetzt allerdings absolut genau und perfekt.
























