Keller-Kunst.de

Kellerkunst bedeutet nicht nur Malerei
Kellerkunst bedeutet Spass an neuen Ideen, an interessanten Neuerungen und kreative Ideen zu verwirklichen.
Möchtest du mehr erfahren, Link drücken ....
Cormorant Garamond is a classic font with a modern twist. It's easy to read on screens of every shape and size, and perfect for long blocks of text.
Avenir
Warum ich abstrakte Bilder mit einfachen Werkzeugen und reduzierten Farben erschaffe !
Geprägt hat mich Wassily Kandinsky. Er plädierte für die Befreiung der Malerei vom Gegenständlichen: hin zu reinen Grundfarben, freien Formen, abstrakter Geometrie, Farbsymbolik und einer klaren abstrakten Formensprache.
Meine Bilder folgen diesem Bauhaus-Gedanken der reduzierter Formen und bewusst gewählter Farben. Mich ziehen das Puristische, das Abstrakte und das Reduzierte an – ebenso wie das frei Interpretierbare. Es fasziniert mich, Wahrgenommenes, Gedachtes und Empfundenes visuell zu verdichten, ohne mich dabei einengen zu müssen. Das ist für mich schöpferische Freiheit, die ich nur in meinen abstrakten, thematisch ausgerichteten Bildern ausdrücken kann.
Wer sich mit avantgardistischen Strömungen auseinandersetzt, versteht meine Malerei leichter. Ich arbeite auf einer einfachen Holzplatte, die auf einem Holzrahmen befestigt ist. Sie bildet eine starre Oberfläche, die meinen Werkzeugen genügend Widerstand entgegensetzt. Dadurch bleibt die Farbstruktur erhalten; Dichte und Leuchtkraft der Farben gehen nicht verloren.
Piet Mondrians Kompositionen in Rot, Blau, Gelb und Weiß prägten den Neoplastizismus und stehen für jene Klarheit der Abstraktion, deren Gestaltungsprinzipien die Moderne nachhaltig beeinflusst haben.
Besonders geprägt haben mich die Ideen und die Gestaltungssprache des Bauhauses. Vor über hundert Jahren entwickelt, wirken sie heute frischer denn je. Das Bauhaus bedeutete einen Bruch mit vielen traditionellen Vorstellungen. Initiator war der Architekt Walter Gropius, der 1919 in Weimar eine Schule gründete, um bildende Kunst und Kunsthandwerk zusammenzuführen und funktionale, industriell herstellbare Produkte zu entwickeln. Aus dieser Haltung entstand die Idee der Reduktion: das Wesentliche hervorzuheben und klare Formen mit ausgewählten Farben zu verbinden. Die Funktion bestimmt das Design.
Nach dem Ersten Weltkrieg suchten Künstlerinnen und Künstler nach einem radikalen Neubeginn. Ziel war es Neues schaffen – etwas Schönes, für alle Zugängliches und sozial Erschwingliches. Kunst und Wohnideen sollten für jedermann erreichbar sein und den Menschen nicht einengen.
Ikonen wie der Wassily-Stuhl von Marcel Breuer veranschaulichen diesen Ansatz. Aus industriell gefertigtem Stahlrohr, ähnlich dem eines Fahrradlenkers, entstand ein Möbelstück, das konsequent auf seine Funktion reduziert wurde. Auch die Möbel von Le Corbusier, die Arbeiten von Eileen Gray sowie die Entwürfe von Marianne Brandt stehen für diese Haltung.
Vieles, was heute im Möbeldesign – bis hin zu IKEA – selbstverständlich erscheint, hat seine Wurzeln in der Denkweise des Bauhauses.
